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Warum ich trotz Gym fetter wurde?

2026-01-30 06:00
Wir schreiben das Jahr 2022.

06:00 Uhr morgens im Fitnessstudio.

Ein Typ kommt rein. Nennen wir ihn „Mr. Olympia“.

Er sieht aus, als wäre er bereit für die große Bühne. (Nicht optisch, natürlich, sondern wegen seinem Auftreten).

Er geht zur Hantelbank. Aber er fängt nicht an zu trainieren. Oh nein.

Zuerst packt er sein Pre-Workout-Pulver aus und mischt es mit der Präzision von Walter White aus Breaking Bad.

Natürlich muss das gefilmt werden. Ein Boomerang-Video, wie das Pulver ins Wasser fällt. Caption: „Let’s gooo! #Grind #EarlyBird“.

Dann baut er sein Stativ auf.

Das Studiolicht ist ihm nicht gut genug, er muss den Winkel finden, wo der Bizeps (der kaum vorhanden ist) am besten Schatten wirft.

Er macht einen Satz Bizeps-Curls. Sofortiger Griff zum Handy. War der Winkel gut? Nein. Löschen. Noch ein Satz. Wieder Handy. Ah, der war gut.

Jetzt noch den richtigen Song aussuchen. „Eye of the Tiger“? Zu klischeehaft. Hip Hop? Ja, das kommt Gangster rüber. Jetzt noch eine Umfrage in die Story klatschen: „Was trainiert ihr heute? A) Brust B) Beine?“

Mr. Olympia war 60 Minuten im Gym. Davon waren 30 Minuten Content-Creation, 10 Minuten Musikauswahl und vielleicht 20 Minuten halbherziges Bewegen von Gewichten.

Danach geht er nach Hause, fühlt sich wie Arnold Schwarzenegger und belohnt sich mit einem „Veganen Keto-Porridge“ (inhaltlich leer, aber fancy), für dessen Zubereitung man drei Semester Chemie studiert haben muss.

Das Ergebnis dieses riesigen Theaters?

Er wurde immer fetter. Er war ständig gestresst. Und er hat nichts auf die Kette bekommen.

Das Peinliche an der Geschichte?

Dieser Mr. Olympia war ich.

Shit, es tut weh, das zu schreiben. Ich schäme mich gerade fremd für mein 2022-Ich. Aber ich war dieser verdammte Blender.

Heute sieht mein Morgen anders aus.

In meinem Studio Gym gibt es kein Stativ. Es gibt kein Publikum.

Es gibt ein Laufband. Ein paar verstellbare Hanteln (bis 40kg). Eine 20kg Gewichtsweste. Einen Turm für Dips und Klimmzüge. Und ein Springseil.

Das war's.

Keine Insta-Story vor dem ersten Schweißtropfen. Niemand weiß, dass ich trainiere, außer mir und meinen Muskeln. (Social Media ist gelöscht).

Und der Witz ist:

Mit diesem primitiven Setup, ohne den ganzen Zirkus, bin ich heute in der Form meines Lebens. Ich erreiche mehr in 45 Minuten brutaler Basics, als ich früher in 60 Minuten "Selbst-Darstellung" erreicht habe.

Warum erzähle ich dir diese peinliche Story?

Weil viele denselben Fehler in ihrem Business, ihrer Arbeit und im privaten Leben machen.

Schau mal genau hin: Im Gym habe ich damals nicht trainiert – ich habe gezeigt, dass ich trainiere.

Ich habe die Optik der Arbeit optimiert, nicht die Arbeit selbst. Ich habe mich an unwichtigen Dingen abgearbeitet (Licht, Winkel, Songs), statt mich der Essenz zu widmen (Gewicht bewegen).

Und genau das sehe ich bei fast jedem Creator, der über "Produktivität" spricht.

Du optimierst das Zeigen, nicht das Schaffen.

Du baust Notion-Datenbanken, die komplexer sind als meine alte Vegan-Keto-Diät. Du suchst stundenlang nach dem perfekten Icon für deinen Projekt-Ordner. Du nennst es "Vorbereitung", aber in Wahrheit ist es genau das Gleiche wie mein Stativ im Gym:

Es ist eine Flucht vor der Essenz. Eine Flucht vor der echten, dreckigen Arbeit.

Ich habe gelernt: Radikale Einfachheit gewinnt immer.

Genau wie ich mein Training rasiert habe (Laufband, Hanteln, Klimmzugstange, fertig), habe ich auch mein Arbeitssystem komplett rasiert.

Am Mittwoch habe ich dazu eine Podcast-Folge gepostet.

Ich zeige dir darin, wie ich mit brutaler Einfachheit heute mehr erreiche als in all den Jahren davor, in denen ich "beschäftigt" gespielt habe.

Und für die App-Nerds unter euch (ich weiß, ihr seid hier): Ja, ich zeige auch ein System... das ich für mich erfunden habe. Es hat den Namen F.L.O.W. :)

Es ist so simpel, dass du dich fragen wirst, warum du es dir dein Leben lang so schwer gemacht hast.

Wenn du bereit bist, deinen inneren "Mr. Olympia" zu beerdigen und endlich Resultate zu sehen...

Dann zieh dir die Episode hier rein: https://cr8r.one/017

Hör auf, Dinge zu verkomplizieren. Geh raus. Mach die Basics. Werd frei.

Disziplin = Freiheit.

Serge Black

P.S.: Ernsthaft, mein Google Drive System ist so simpel, dass ich früher gedacht hätte, es sei "unprofessionell", weil es nicht kompliziert genug aussieht. Heute weiß ich: Es ist das Einzige, was funktioniert.


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